19
Mar
2009
IT & Medientrends in China Print
Written by ND
Technik und Computer halten in den Ballungszentren unvermindert Einzug. Im Entertainmentbereich ist es die neue Xbox von Microsoft und die Mobile Playstation von Sony. Übrigens wird die Xbox, wen wundert´s, auch in China gebaut: http://www.microsoft.com/china/press/2002/05/0515ae.mspx

Und das grosse Thema ist und bleibt das Handy, was sich langsam aber sicher zum Super-Universal-Gerät entwickelt! Neue Modelle wie das neue Motorola A780 besitzen Fähigkeiten eines Multimediaplayers , Digitalkamera und eines Organizers. GPS mit einbegriffen: http://www.expansys.cn/product.asp?code=118296.

MP3 Player sind auf dem absteigenden Ast. Nach der Pleite von mehreren MP3 Fabriken in Shenzhen (DAS Elektronikzentrum Chinas in dem die Consumer Electronics für die halbe Welt produziert wird, darunter natürlich auch die MP3 Player) und Taiwan zeichnet sich bald auch weltweit ein Ende des MP3 Player Marktes ab. Der Markt ist gesättigt und der MP3 Player ist bald veraltet.

Noch sind sie gefragt und werden auch weiterhin in immer neuen Designs und Farben angeboten, wie man auch in meinen Bildern von  eines der grössten Computermärkte in Shanghai sehen kann. Apple´s Ipod ist zwar noch zu haben, aber der neue Apple Nano ist der neue Renner. Es ist erstaunlich wie schnell neue „westliche“ Produkte von den Chinesen angenommen werden.

Portable Media Player, auch PMP´s genannt sind relativ neu und eine feine Sache. Sie sind entweder mit Flashspeicher oder Festplatte ausgestattet und etwa so gross wie ein moderner Walkman. PMP´s sind Alleskönner, die sowohl Video- und Audioformate abspielen als auch aufnehmen können. Auch verschiedene Bildformate lassen sich auf dem Gerät darstellen. Bessere Modelle wie der DEC PMP 307 besitzen sogar einen Slot für SD/MMC Karten. So lassen sich die Fotos der Digitalkamera direkt auf das Gerät übertragen. 

Natürlich mit offenen Schnittstellen zum PC (USB 2.0). Beispiele für populäre chinesische PMP´s sind die Modelle von DEC (www.digilife.com.cn). Diese Geräte sind aus chinesischer Produktion und auch in Deutschland unter vielen anderen Markennamen/Labels anzutreffen. Wie fast alle Produkte aus der Unterhaltungelektronik.

Angesagt ist ausserdem das Bloggen. Blogs  schiessen wie Pilze aus dem Boden. Die Themen sind weitläufig gestreut und umfassen naturgemäss auch politische und soziokulturelle Themen. Das ist Peking natürlich ein Dorn im Auge, deshalb müssen sich alle chinesischen Blogbetreiber und Konsumenten registrieren lassen.

Dennoch: Blogs boomen in China. Angesicht der grossen Anzahl an Internetusern jetzt und in der Zukunft sind die Gewinnaussichten fantastisch. Längst hat der Kampf um den Markt begonnen. Anbieter wie Microsoft, Google oder Yahoo bieten Webspace für Weblogs an. Lokale Anbieter, wie z.B. Bokee (www.bokee.com), übrigens steht „bokee“ für „blog“ im chinesischen, stehen unter Druck angesichts solch grosser internationaler Konkurrenz.

Dem chinesischen Blogger ist es egal, ob der Anbieter ein ausländischer oder ein lokaler ist. Bokee, vormals bekannt als „BlogChina“ erwartet sogar eine Nutzeranzahl von 10 Millionen bis zum Ende diesen Jahres. Weitere Namen in der chinesischen Blog-Landschaft sind Blogbus (www.blogbus.com) und BlogCN (www.blogcn.com). Wie auch in anderen Wirtschaftsbereichen werden sich auch hier kräftig Joint Ventures mit ausländischen Anbietern bilden.

Blogs und Podcasts: Es ist ein Trend in den chinesischen IT-Magazinen erkennbar, in denen öfters über die Verbindung dieser beiden Bereiche gesprochen wird.

Was ist Podcasting? Einfach gesagt, ist es eine Methode Audioprogramme über das Internet zu übermitteln. Für gewöhnlich abonniert hierbei der User einen „Feed“ eines gewünschten Programms. Er lädt sich dann den „Feed“ auf seinen Computer oder Tragbaren Media Player herunter (wie z.B. den Ipod) und kann sich so das Ganze anhören. Podcasting war Anfangs etwas für den absoluten Technokraten und hat im letzten Jahr einen regelrechten Boom in den USA erlebt. So hat Apple im Sommer 2005 über 1 Million Registrierungen in den ersten 2 Tagen nach Eröffnung seines Podcast-Services verbucht.

Dieses Phänomen schwappt jetzt auch nach China über. Es gibt derzeit nur eine Handvoll Podcasting Hoster in China wie z.b. Toodou (www.toodou.com). Die Anzahl der User soll in etwa 5 Jahren, 50 Millionen betragen. Laut chinesischem IT Fachmagazinen sind es derzeit 500.000 bis 1 Million. Ein aufstrebender Podcast Hoster aus China darf hier nicht fehlen. Er heisst Podlook (www.podlook.com) und hat Grosses vor. Podlook bietet seinen Benutzern zur Zeit einen Suchdienst für Podcasts an (Suche nach Kategorie oder Titel).

Das Abonnement des Podcasst läuft dann über Podlook. Zusätzlich bietet Podlook Community Services an (Chats und Foren), die es gleichgesinnten Subscribern erlaubt Gedankenaustausch zu betreiben. Podlook begann sein Geschäft vor nicht mal einem halben Jahr und kann bis dato 20.000 Benutzer und 50.000 Podcasts vorweisen. Das sind sicherlich für China kleine Zahlen, aber der Markt für Podcasting ist noch sehr jung.

Ein interessanter Aspekt ist die Verschmelzung von Podcasting und Handies. Laut Podlook sollen jedem Hörer pro Monat zwischen 62 US Cents und 1.24 US Dollar (das entspricht 5-10 RMB) für die Nutzung berechnet werden. Hier tut sich in Xi'an noch nicht viel, zumindest ist nicht viel davon zu hören.


Last Updated on Sunday, 22 November 2009 04:28
Author of this article: ND

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